Der Hirschpark erhält neue Beschriftungstafeln
Unter dem professionell arbeitenden kreativen Team von Mario Rohner, Christine Urech und Diego Rohner ist seit längerem ein Konzept vorliegend, welches jetzt Dank der grosszügigen Spende von Kulturprozent Genossenschaft Migros Luzern umgesetzt wurde. Damit erhält der Park und die Rothirschpopulation einen würdigen Rahmen und ist für Sie ALLE besser findbar.
Ein herzliches Dankeschön an Migros Luzern.
Der Hirschpark Luzern hat eine jahrhundertealte Geschichte; sie greift bis ins 17. Jahrhundert zurück.
Der Burggraben um die Kleinstadtumwallung war ursprünglich ein breiter offener Wassergraben, der vom Freienhof bis unterhalb der Spreuerbrücke reichte (Abb a1/a2). Diesen Festungsgraben, der unter dem heutigen Hirschengraben lag, legte man 1613/14 trocken (Abb b). Der Rat wusste dem vermutlich prosaischen Aussehen des nunmehr leeren, breiten Stadtgrabens "zur Ergötzung von Jung und Alt" durch Belebung mittels einer Damhirschkolonie zu begegnen, was für grosses Aufsehen auch im Ausland sorgte. In einer literarischen Ausgabe eines Strassburger Schriftstellers wurden 1623 als Besonderheit die Luzerner "Damhirtzen" hervor gehoben - also durchaus eine touristische Attraktion, schon damals.
1665 schenkte die Stadt St. Gallen den Luzernern zwei Hirschkühe. Später, so liest man, kamen noch Hirsche aus Basel, Bremgarten und Kreuzlingen dazu.
Im Gletschergarten Luzern steht ein grosses Stadtmodell, dem der Schumacherplan 1792 (Abb. a2) zu Grunde liegt. Darin sind die von den damaligen Hirschen besiedelten Grabenanlagen, gut zu sehen. Neben dem ehemaligen Baslertor stand das 1783 prunkvoll aus Schmiedeisen erneuerte Hirschengrabentor, bekrönt mit einem vollplastischen Hirschen (Abb. c1/c2).
1855 planierte man die Grabenanlagen und verwendete das Tor, statt mit dem Hirschen mit dem Luzerner Wappen, als Eingangspforte zum damaligen neuen Stadthaus, dem heutigen Amtsgericht am Löwengraben 2 (Abb d).

Gemäss einer Sepiazeichnung um 1840 lebten damals im Stadtgraben beim ehemaligen Bruchtor offensichtlich Rothirsche (Abb.e).
1860 wurde der letzte Teil des Hirschen-Grabens vom Spital zum "Freyenhof" aus "städtebaulichen Gründen" zugeschüttet. Die Stadt verzichtet vorübergehend auf eigene Gehege mit Hirschen. Privat wurden jedoch im damals neuen Gletschergarten Hirsche und gar Gämsen gehalten. Auch gab es kurze Zeit einen alpinen Wildpark am Gütsch, der sich dort so nicht halten konnte.
Der Abbruch des Gaswerks 1899 gab der Stadt wieder ein passendes Areal an der heutigen Hirschmattstrasse und im "Vögeligärtli", wo auf Anregung der Ornithologischen Gesellschaft der Stadt Luzern OGL nebst einer neuen Hirschanlage auch eine grosse Volière entstand.
Damhirsche, Rothirsche und Axishirsche lebten sodann wieder in Luzern. Deren Verwaltung oblag der OGL.
Das nun immer begehrtere Bauland im Hirschmattquartier führte dazu, dass nach einem neuen, dauerhafteren Standort für den Hirschpark gesucht werden musste.

Für die Verlegung des Hirschgartens, bzw. die Umwandlung desselben in einen Hirschpark hat die städtische Baudirektion 1905 ein Projekt auf der Reussporthöhe ausgearbeitet.
1906 war es soweit: Der neue Hirschpark auf Reussport war bezugsbereit. Edel- und Damhirsche dislozierten; neu kamen Sikahirsche aus Ostasien und Axishirsche dazu, deren Haltung in späteren Jahren jedoch wieder aufgegeben wurde.
Seit 1966 ist das Areal um 17.6 Aren gegen das Kantonsspital hin auf 65 Aren erweitert. Darin leben heute zwischen 20 und 30 Wildtiere in 2 Rudeln, Damhirsche und Rothirsche.
1984 wurden von der Stadt umfassende Gehegerenovationen vorgenommen.
2006 erstellte das Wärterteam einen "Kälberschlupf", um den jährlichen kleinen Hirschkälbern genügend Futter zu sichern, sie vor den grossen Tieren zu schützen und um ihnen gelegentlich Zusatzfutter oder Entwurmungsmittel zu verabreichen.
Seit 2007 muss der Park gänzlich ohne staatliche Mittel auskommen. Der Hilferuf kam aus dem Quartier. So hat sich eine gemischte Gruppe aus Quartier, Natur- und tierliebhabenden zusammen gefunden; im Jan. 2008 gründeten sie den Verein "Freunde des Hirschparks Luzern". Man verstand sich insbes. als Förderverein, suchte nach Lösungen und hatte schon bald auch die Betriebsführung von der OGL übernommen.
Dank der Zusammenarbeit mit der Revierjagd Luzern
ist die fachgerechte Haltung der Wildtiere gesichert und die kant. Wildtierhaltebewilligung fundiert.
Seit August 2012 ist der Verein offiziell als Gemeinnützige Institution im Kanton Luzern anerkannt. Durch Mitgliederbeiträge, Gönnerschaften und immer wieder Aktionen für und mit der Bevölkerung gelingt es bisher, die pro Jahr benötigte Summe von CHF 60'000.- zusammen zu bringen.
Per 01.01.2013 wird mit der Stadt Luzern ein langjähriger Nutzungsvertrag unterzeichnet mit der Option auf weitere Verlängerung.
2013 Bewilligung und Bau einer neuen Beobachtungszone westseitig unter der Bauleitung von blu architektur gmbh, Alexa und Sascha Birrer Architekt ETH SIA. Diese neu geschaffene Vorzone ist ein elementarer Schritt auf dem Weg zur Attraktivierung und Öffnung des Parks für alle. Sie ist Ki-Wagen- und Rollstuhl-freundlich (Einweihung am 28.03.2013).
Im Kies der Vorzone werden namentliche Gönnersteine von Gross-Sponsoren in den Grund gesetzt, dank derer Hilfe der Umbau überhaupt möglich wurde.
2013 Renovation der Infrastrukturbauten: Alle Dächer werden unter Mithilfe des Zivildienstes saniert.
Dank grosszügiger Spende von Migros Kultur wird im 2013/14 auch die Umsetzung einer neuen Signaletik (Beschriftungstafeln) möglich. Sie geben dem Park einen erfrischenden Touch und weisen Ortsunkundigen den Weg zum Hirschpark Luzern. Diese rhombenförmigen Tafeln (entworfen vom Kreativ-Team Urech, Rohner, Rohner) nehmen die Form der Gitternetzlinien auf und sind zukünftig das Branding des Parks.

1614-2014, 400-Jahre Luzerner Hirsche.
Das grosse Jubiläum wird mit einer 3-wöchigen Ausstellung im Innenhof des Stadthauses Luzern geehrt (Heiliggeistkapelle 03. Juni - 20. Juni 2014). Als Kuratoin der Jubiläums-Ausstellung zeichnet Dr. phil. Claudine Lacher-Colombo, Kunsthistorikerin und Museologin. Es wird der Hirsch in seinen verschiedenen Erscheinungsformen als Kunstobjekt, als Symbol und Archetyp in alten Kulturen, als Wappentier und als zoologisches Wesen dargestellt. Verschiedenen Vorträge und Darbietungen bereichern die Ausstellung.
Die Geschichte des Parks wird zu diesem Anlass aufgearbeitet durch Thomas Glatthard, Quartier- und Stadtentwicklung Luzern. Dabei darf auch das Wandmosaik des Künstlers Ernst Maas von 1960 - prägnant an der Hauswand vis-à-vis des Stadthauses Luzern prangend (im Auftrag der Stadtregierung erstellt) - nicht fehlen.
2015: Für die kleinsten Besuchenden wird in der Vorzone ein Schaukeltier montiert (gestiftet vom Kinder- und Jugendparlament Luzern).
2015: Unter der Bauleitung des Oberförsters und mit Hilfe des Stadtforstamtes der Korporation Luzern wird ein "Trampelpfad" bis zum obersten Punkt im Spitalwäldli erstellt. Dieser südlichste Beobachtungspunkt bietet eine besondere Sicht ins Tiergehege und kann insbes. bei der Beobachtung von Jungtieren im Juni ganz spannende Einblicke bieten. Diese zusätzliche Beobachtungsplattform wird treu dem einstigen Gestaltungskonzept von 2010 erstellt: schlicht und nur für gute Fussgänger/innen begehbar, dient einzig dem Zweck mehr Nähe zum Tier zu erhalten. Mit der gewohnten Signaletik wird auf die Ruhezone der Tiere hingewiesen.
Die Betreuung der Tiere ist gewährleistet durch vier eingearbeitete Hirschpflegepersonen. Entweder haben diese bereits Erfahrung mit grossen Tieren oder sie durften eine vom Verein bezahlte fachspezifische Ausbildung für private Hirschhalter FBA absolvieren. Die Gesundheit der Tiere ist oberstes Gebot.
Beratungstechnisch ist der Verein breit abgestützt über andere Wildtierparks und die Eidg. Beratungsstelle für Kleinwiederkäuer BGK.

Für die Hangsicherung sind im 2015/16 umfassende Bauarbeiten im Gelände nötig. Diese Arbeiten werden nach Besprechung mit dem Forstamt intern durch das Hirschpark-Personal erledigt.
Zu markanten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen führte die Aufschüttung des Geländes im Eingangsbereich zum grossen Wärterhaus. Gleichzeitig ist dadurch ein einladender Empfangsbereich für Besuchende geschaffen worden mit einem Steintisch im Freien.
Im 2016 wird das kleine Jubiläum mit 110-Jahre Hirschpark auf Reussport nur im Kleinen gefeiert. Vielmehr wird in die Zukunft geplant.
2017: Die Sanierung des grossen Lagerhauses steht an. Elektrisch, Warmwasseraufbereitung, Isolierung und der Umbau der Toilette sind die Hauptsanierungspunkte.
Das Bedürfnis nach einem beheizbaren, gedeckten Raum für Besuchende zeigte sich in der Vergangenheit immer wieder bei tierkundlichen Führungen mit angemeldeten Gruppen, welche auch bei Schlechtwetter den Gang nach Reussport machten und dann frierend von dannen gingen.
Die Zusammenarbeit erfolgt erneut mit blu architekten gmbh. Durch eine andere Raumeinteilung des Indoor-Arbeitsplatzes ist es möglich, einen kleinen Allwetter-Raum für Besuchende, so eine Art Info-Center des Hirschparks zu schaffen.


Der Verein sammelt erneut viel Geld und im Oktober 2017 kann das neue Werk- und Infohaus offiziell in Betrieb genommen werden.
Der Verein ist seit Bestehen, in den nun 15-Jahren, dem Ziel ein gutes Stück näher, nämlich einen attraktiven Wildtier-Park inmitten von Luzern zu bieten. Natur und Tiere sind hier besuchernah erlebbar und ein Stück Luzerner Geschichte wird weiter geschrieben.
Die Entwicklung des Parkareals ist seit Betriebsführung durch den Förderverein ein stetes Anliegen.
2022 wird die Naturwiese zur gezielten Förderung von Biodiversität inklusiv einem Lehrpfad erstellt. Die Stadtabteilung Natur & Umwelt unterstützt dabei mit Beratung und Umsetzung. Über eine ansprechende Signaletik (Creadrome Ag Luzern) werden Besuchende zum Thema Biodiversität informiert.
Der Verein und seine Mitarbeitenden sind aufgefordert, sich in die Materie einzulesen, denn ab sofort gehört die Bewirtschaftung der Naturwiese in den Alltag und die Hinweise zur Aufwertung dieses Teilareals inklusive der neu hier hausenden Kleingetiere ins Programm bei Führungen von Gruppen. Es lebe die Vielfalt der Natur!

Quellennachweis:
Mugglin, F. (1981). 100 Jahre Ornithologische Gesellschaft der Stadt Luzern, 1881 - 1981.
Seiten 28 - 31, Abbildungen 8 und 9.
Historie des Vereins "Freunde des Hirschparks Luzern", A. Weingartner

Zu diesem Jubiläum hat der Förderverein verschiedene Aktivitäten im 2014 unternommen und die lange Geschichte der Luzerner Hirsche aufarbeiten lassen.
Eindrückliches aus der 3-wöchigen Jubiläumsausstellung in der Heiliggeistkapelle im Innenhof des Luzerner Stadhauses wird nachfolgend ins Bild gestellt.
Vom 3. - 20. Juni 2014 fand in der Heiliggeistkapelle im Innenhof des Stadthaus Luzern die Jubiläumsausstellung statt.
Die mit fast 200 Personen gut besuchte Aussstellung zeigte mit ihrem hochstehend interessanten Rahmenprogramm (Vorträge, Lesungen, Tanz, mit musikalisch und kulinarischem Verwöhnprogramm) auf, warum wohl ausgerechnet die Hirsche so lange in Mitten der Stadt Luzern überleben.
Wir bedanken uns bei allen, die uns in diesem Projekt unterstützt haben. Ein grossess MERCI all jenen, die uns entgegen kamen im Entgelt für Leihgaben, Vorträge und anderen Dienstleistungen.
> Diese Sponsoren haben die Ausstellung ermöglicht (PDF).
DIE GESCHICHTE
Eine Kurzfassung zur langen Geschichte - aufgearbeitet durch Th. Glatthard (Quartier- und Stadtentwicklung) anlässlich der Jubiläumsausstellung im Juni 2014 - finden Sie unter folgendem Link:
"Das Jubiläum des Hirschparks Luzern ist Anlass, der Geschichte auf den Grund zu gehen und die Eigenart des Hirsches zu beleuchten"
SRF Schweizer Radio & Fernsehen, 03.06.2014
"In der Ausstellung des Hirschparks Luzern wird dem Hirsch in zahlreichen Facetten begegnet"
Luzerner Rundschau, 25.05.2014
Eine Rothirschpopulation bevölkert den Wildpark, zurzeit bestehend aus 11 Wildtieren (Stand Mai 2024). Ein neuer, junger Platzhirsch führt die Hirschkühe, Schmaltiere, Spiesser, Hirsch- und Wildkälber in einem gesunden sozialen Gefüge, dem Hirschrudel.
Hier sind einige der Tiere porträtiert:
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"Nöggi" kam 2011 als 3-jähriger Rothirsch-Stier von Zofingen in den Hirschpark Luzern. Er war zwei Jahre lang der Platzhirsch und brachte frischen Wind ins Rudel. Im Juli 2013 trennten sich Tierverantwortliche und Vorstand schweren Herzens von "Nöggi" aus Sicherheitsgründen. |
Häufig gestellte Fragen:
Seit 2011 ein Rudel einheimisches Rotwild. Der Verein hat bewusst weniger Tiere, um diesen mehr Raum geben zu können. Der einheimische Rothirsch ist der "König unserer Wälder". Er ist das grösste freilebende Tier in der Schweiz und soll auch der Stadtbevölkerung sichtbar gemacht werden. Zurzeit leben 14 Rothirsche in einem soliden sozialen Gefüge. Der junge Platzhirsch "Muck" ist noch neu im Rudel. Im Juni gibt es jeweils Jungtiere zu bestaunen.
Seit dem 17. Jahrhundert! 1614 wurde der offene Stadt-Wassergraben trocken gelegt. Die damalige Regierung begegnete dem nun öden Aussehen, indem sie an selber Stelle eine Damhirschkolonie ansiedelte. Mehr zur Geschichte.
Im Verlaufe der Jahrhunderte wechselte der Hirschpark mehrmals seinen Standort. Auch die Hirscharten und die Tiere einer erweiterten Haltung wurde verschiedentlich ausgewechselt. 2x schon gab es Abschaffungsversuche dieser öffentlichen Tiergehege - doch jedesmal hat sich das Volk gewehrt. 1986 wurden dann die beiden Schaugehege total saniert und auf den Stand einer modernen, zooähnlichen Wildtierhaltung gebracht - Bravo!
Ende Juli 2006 wurde vom Wärterteam ein extra "Kälberschlupf" eingerichtet, der auch den Kleinsten gewährt an genügend Futter zu kommen. Dieser "Schlupf" ermöglicht, Kälbern und Jungtieren Zusatzfutter und Entwurmungsmittel anzubieten - auch das ist manchmal nötig.
Im November 2006 kündigte die Stadt Luzern der Ornithologischen Gesellschaft OGL den Vertrag über die Verwaltung der beiden städtischen Gehege Volière und Hirschpark. Sowohl der Stadtrat als auch die grosse Mehrheit des Parlamentes hatten diesen Beschluss aus Spargründen gefällt; Fr. 110'000 pro Jahr sollen so die Stadtkasse "entlasten".
Ende 2007 ist die Volière geschlossen worden...keinen schwatzenden Beo mehr, keine Papageien mehr am Inseli... und der Hirschpark? Soll es ihm gleich ergehen? Der Hirschpark erhielt eine Gnadenfrist. Helfen Sie mit, Sponsoren, Gönner, Werber und Vereinsmitglieder zu finden, die die Finanzierung des Hirschparks auch für die kommende Generation sichern werden.
Durch den Hirschpark führt bislang kein Weg und da es sich um Wildtiere handelt, dürfen die Gehege von Besuchenden auch nicht betreten werden. Wir können Ihnen aber eine Führung teils um das Gehege und vor den einzelnen Gehegen mit vielen wissenswerten Infos anbieten.
Möchten Sie wissen, wie ein Tag im Leben einer Hirschkuh aussieht? oder was machen die Jungtiere speziell? Möchten Sie wissen, was diese Tiere fressen dürfen? Oder was sie besser nicht zu sich nähmen? Wer wird Leitkuh oder "First-Lady" - was ist dafür massgebend? Warum haben nicht alle Tiere einen Namen? Wie heisst der Chef der Rothirsche? Wissen Sie auch noch, woran man das Alter eines männlichen Hirsches erkennt? Wussten Sie, dass Hirsche einmal jährlich ihr Geweih abwerfen, und dass dieses dann wieder nachwächst?
Der Hirschpark Luzern umfasst 65 Aren. Darauf sind drei Tiergehege, ein Kälberschlupf und ein Wärter- und Futterhaus. Der angrenzende Wald bietet natürlichen Unterschlupf, Schatten und Sichtschutz gegenüber all zu vielen Besuchenden, dies insbesondere in der Zeit, in der Nachwuchs erwartet wird. Die jährlichen Geburten von 4-6 Jungtieren sind Zeugnis für ein intaktes soziales Rudelleben am Reussport.
Unsere Tiere werden regelmässig von Vet. Medizinern kontrolliert. Für das Wohl der Tiere sorgt zudem ein ausgebildetes Hirschpflege-Team. Täglich und verantwortungsvoll wachen die Verantwortlichen über die nicht ganz einfache Sache der Fütterung von Wiederkäuern.
Übrigens: die Futterzusammensetzung ist das A und O für die Gesundheit dieser Tiere - beachten Sie bitte die Hinweisschilder am Gehege und füttern sie nicht selber, Danke!
Das Quartier: Jung + Alt, Familien, ausländische und einheimische Bewohnerinnen und Bewohner. Das Kantonsspital, die Luzerner Psychiatrie: Gesunde, Kranke und Ruhe-suchende jeden Alters. Die Schulen: Primarschulen der Stadt (St. Karlischulhaus), Kinderhorte: alle wissens- und lernbegierigen "Kleinmenschen". Die ganze Stadt, das Image der Stadt: ein Naturschauplatz besonderer Art für Interessierte, Einheimische und Gäste. Der Tourismus: eine Attraktion in Mitten der Stadt - "Klein aber Fein".
Sie ist die Paarungszeit im Herbst und dauert zw. 4 - 8 Wochen. Dabei hört man den Platzhirsch weit herum "röhren" und rufen, um so auf sich aufmerksam zu machen. Er zeigt sich in seiner vollen Kraft und Grösse, besonders in der Abenddämmerung, da steigt der Hormonspiegel. Zuweilen sind da herrlich zärtliche Szenen im Hirschrudel zu sehen - der Mensch aber ist lediglich Zuschauer; die Bühne gehört dem Platzhirschen und seinen Ladies.
Bitte halten Sie in dieser Zeit Abstand vom Gehege, beobachten Sie das Spektakel aus der Ferne. Der Wildtierpark ist während der Brunft kein Streichelzoo!